Die Entwicklung des UTL Dataloggers

Die Suche eines Doktoranden nach einem robusten Temperaturmessgerät

Der Universal Temperatur Logger UTL-1 wurde am Geographischen Institut der Universität Bern in der Gruppe für angewandte Geomorphologie (Leitung: Professor Dr. Hans Kienholz) vom Geographen Dr. B. Krummenacher, vom Theodor-Kocher-Institut (Apparatewerkstatt, Leitung: M. Oetliker) und von J. Schenk (Messtechnik und Elektronik, Geographisches Institut) entwickelt.

Bei Beginn seiner Dissertation stellte B. Krummenacher fest, dass zwar Temperaturlogger in diversen Ausführungen existieren, die meisten aber viel zu teuer waren für Anwendungen mit grossen Stückzahlen. Das eigentliche Hauptproblem war aber, dass keiner der Temperaturlogger so gebaut war, dass er Messungen im harten Hochgebirgsklima und speziell im Innern eines Blockgletschers schadlos überstanden hätte. Die handelsüblichen Logger waren einfach zu unstabil und zu gross.

Obgenanntes Entwicklerteam baute daraufhin das einzigartige Gehäuse des UTL-1 und zu einem späteren Zeitpunkt jenes des UTL-2. Der Erfolg gab ihnen recht: die UTL Datalogger konnten ohne Probleme in Fels und Eis eingesetzt werden. Rund um die Forschungsstation Furggentälti (Gemmipass, Schweiz) auf 2600m. ü. M. messen die UTL-1 seither zuverlässig und mit minimalstem Aufwand die Basistemperatur der Schneedecke. Die UTL-1 Datalogger werden einfach im Herbst ausgelegt. Sie messen anschliessend den ganzen Winter durch die Temperatur an der Basis der Schneedecke. Einige UTL-1 hatten im Winter 1998/99 nicht weniger als 7 Meter Schnee über sich! Nach erfolgter Ausaperung im Frühling können die UTL Datalogger wieder aus ihren Standorten geholt und die Daten ausgelesen werden. Der Aufwand des Datenauslesens und neu Programmierens beträgt erfahrungsgemäss nur etwa 5 Minuten pro UTL-1!

Aufgrund des hervorragenden Echos in der Fachwelt wurden die UTL Datalogger anschliessend in grösseren Serien produziert. Sie haben seither in vielen Forschungprojekten, aber auch bei Privaten oder zu Schulungszwecken vielseitige Verwendung gefunden. Die Liste der Referenzen spricht für sich.


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